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Adventsfenster 2006

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2006 Weihnachtliche Küche in der Kaiserzeit

Drehen wir die Zeit einmal gute 100 Jahre zurück und schauen durch das Fenster in eine typische Küche in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg: zentralerAdventsfenster 2006Einrichtungsgegenstand ist der Kohlenherd, der neben der Energie zum Kochen auch das Warmwasser (Kessel) und die Heizwärme liefert. Meist war die Küche der einzige beheizte Raum im Haus, weshalb sich vor allem bei den „kleinen Leuten“ das Leben in der dunklen Jahreszeit ebenda abspielte. Die großdimensionierte Küchenbank in Herdnähe bot Platz für die damals noch großen und kinderreichen Familien. Ein möglichst langes Ofenrohr sorgte für bestmöglicheAusnutzung des Brennstoffs Holz (im Schubkasten unter dem Herd) oder der auch damals schon teuren Briketts (links neben dem Herd). Im Backofen deuten die einfachen Plätzchen auf ein bescheidenes Weihnachtsfest hin. Zucker war teuer und wurde oft durch selbstgemachten Rübensirup ersetzt. Wer Hühner hatte, konnte das Backwerk mit Eiern aufwerten. Strom und fließendes Wasser waren damals noch nicht in den ländlichen Gemeinden vorhanden, die Petroleumlampe auf dem Handtuchregal deshalb ebenso notwendig, wie die Waschschüssel für die Körperpflege oder die Zinkbütte mit Waschbrett für Wäsche (oder zum Baden der Kinder). Links auf dem „Spülbänkchen“ wurde das Geschirr (Zinn, Blech, Holz oder „Irdenware“) in einem Wännchen gespült, das Wasser hierzu im Blecheimer aus dem Brunnen vordem Haus geschöpft. Etwas weihnachtliches Flair brachte die Schale mit Kerzen und Tannengrün in unsere Küche. Betrachtet wird die Szene von den Portraits der Großmutter und des damals allgegenwärtigen Kaisers Wilhelm.